AKTIVITÄTEN 2013

AUGUST 2013

Hörgeräte für bedürftige Kinder

Bei seinem Sommeraufenthalt hat Manis eine Aktion besonderer Art organisiert und mit Hilfe aus Deutschland durchgeführt. Für einen Tag  lang wurde das Axxam n Tmusni zu einer hochtechnisierten Hörgeräteakustikerpraxis umgewandelt.

 Ein Team bestehend aus 2 Hörgeräteakustikern und einem Assistenten waren aus Deutschland angereist und stellten ehrenamtlich ihr Wissen, ihre technische  Ausrüstung und die Hörgeräte kostenlos zur Verfügung, um schwersthörigen Kindern aus mittellosen Familien diese Hörgeräte anzupassen und letztendlich damit auszustatten.

Die Wahl viel auf 4 Kinder im Alter zwischen 3 und 14 Jahren aus verschiedenen Regionen der Kabylei, die mit Ihren Eltern zum Teil von weit her angereist kamen.

Die Spezialisten arbeiteten unermüdlich, um in der kurz bemessenen Zeit, die zur Verfügung stand, die individuelle Einstellung der Hörgeräte vorzunehmen.

Lohn war das Leuchten der Kinderaugen, die plötzlich jedes Wort verstanden.

Aus den stillen in sich gekehrten Kindern wurden plötzlich lebhafte, schwatzende Kinder. Es war schon amüsant zu beobachten, dass die Kinder zuallererst per Handy ihr neu gewonnenes Hörvermögen testeten.

 Die Dankbarkeit und die Rührung der Eltern, die für ihre Kinder eine Hilfe erfahren haben, an die sie nie zu hoffen gewagt hatten, war gar nicht zu beschreiben.

Einem kleinen Jungen konnte nur bedingt mit einem Hörgerät geholfen werden. Die erste Diagnose deutet darauf hin, dass es hier tieferliegende Probleme gibt, die wenn überhaupt, nur operativ zu verbessern seien. Das ist ganz besonders bedauerlich, da dieser kleine Junge als Halbweise traumatisiert, schon ein schweres Schicksal zu bewältigen hat.

Trotzdem kann man diese Aktion als Erfolg bezeichnen.                                                

 

 „Kinder der Kabylei“ ist sehr stolz darauf einen kleinen Anteil an diesem Hilfseinsatz  geleistet zu haben.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Familie Ammour mit deren Wirken und Einsatz diese beispielhafte Hilfsaktion erst möglich war.   


Badeausflug ans Meer  

Sommerferien, Sonne pur, der nächste Badeort Tigzirt liegt eine gute Stunde

mit dem Auto entfernt.

Nach unserer Vorstellung geht man davon aus, dass die Kinder des Dorfes ab und zu  in den Genuss eines Badevergnügens kommen. Dem ist nicht so! Einige Kinder haben das Meer noch nie gesehen.

Der Vorschlag einen Ausflug ans Meer zumachen wurde mit großer Begeisterung angenommen.  Jedoch gab es im Vorfeld drei Hürden zu überwinden. Erlaubnis der Eltern, Badekleidung und Transport.

 

Leider wurde einigen Mädchen der Ausflug nicht gestattet.

Dank unserer Spenderin Frau Christa Anna, welche die Kinder von Axxam n Tmusni in diesem Jahr kennengelent haben, konnten die teilnehmenden Mädels perfekt mit Badeanzügen ausgestattet werden. Als Transportmittel wurde ein Kleinbus samt Fahrer gemietet.

 

Nachdem alles geklärt war machte sich Manis mit einer 13 köpfigen Kinderschaar im Alter von 7 bis 13 auf den Weg. Der Kofferraum des Busses war vollbeladen mit Essen, Kühlboxen, und allen möglichen Badeutensilien wie Luftmatratzen, Schwimmhilfen, aufblasbare Boote sowie verschiedene Spiele, Bälle, usw. 

Natürlich hatte Manis  für das leibliche Wohl gesorgt. Die Kinder bekamen Getränke und  belegte Brote und Obst.



MAI 2013


Neue Klimaanlage


In den Ferienmonaten (Juni bis Anfang September) des letzten Sommers,

war wegen der unerträglichen Hitze für die Kinder unzumutbar, sich im Axxam n Tmusni aufzuhalten. Der Unterricht musste ausfallen.

Um in diesem Jahr die Ferienmonate effektiv nutzen zu können, war es dringend notwendig eine Klimaanlage anzuschaffen.





Deckenverkleidung


Bisher konnte man im Haus bis gegen das unschöne Eternitdach schauen. Manis und einige fleißige Helfer haben eine Schilfverkleidung angebracht.



K


Besuch aus Deutschland


Frau Christa Anna aus dem Saarland, die sich schon seit Langem aus der Ferne intensiv für  „ Kinder der Kabylei “ einsetzt, hat zum ersten Mal die Kabylei besucht, um sich ein Bild von den Örtlichkeiten und den Fortschritt der Aktivitäten des Projektes zu machen.

Vor allen Dingen wollte sie die Kinder kennen lernen und sich einige Tage mit ihnen beschäftigen. Der Empfang war sehr herzlich. Die Sprachbarrieren waren schnell überwunden und es stellte sich eine angenehme Vertrautheit ein. Natürlich war dies für die Kinder eine ganz neue Erfahrung, da kommt jemand aus Deutschland, bringt extra für sie Stricklieseln und Wolle, Malvorlagen, Farbkästen und viele andere Bastelutensilien mit und beschäftigt sich intensiv mit ihnen und alles ohne die Sprache des Anderen zu verstehen. Alle waren sich beim Abschied einig, Christa soll wiederkommen!

Auch für Christa war dieser Aufenthalt sehr interessant und kurzweilig und sie kann zu Hause viel von ihren Erfahrungen erzählen.





Tischtennisplatte angekommen            

Manis ist zu seinem diesjährigen Maieinsatz mit dem Auto angereist, im Gepäck hatte er eine Tischtennisplatte. Diese neue Anschaffung fürs Axxam n Tmusni wurde natürlich von den Kindern außerordentlich begrüßt.



FEBRUAR 2013

Der Lehrer wird zum Schüler            

 

Ein Glücksfall, für das "Haus des Wissens" konnte ein junger Mann gewonnen werden, der sich bereit erklärt hat 2x pro Woche Sprachunterricht in Kabylisch zu erteilen. Er heißt Mulud und ist von Beruf Kabylischlehrer, jedoch arbeitslos und verdient seinen Lebensunterhalt als Gemüsehändler. ( Einer von vielen der sich in der Kabylei in solch einer Situation befindet - Vergeudung von Ressourcen). Freitags und Dienstags findet der Unterricht statt.

Und die Schüler, der Jüngste geht noch in die Vorschule und der Älteste ist über 60 Jahre alt.

Da sitzen Eltern, analphabet, neben ihren Kindern und lernen mühevoll, um endlich in ihrer Muttersprache ein Buch oder eine Zeitung lesen zu können.

Aber auch Manis sitzt ausnahmsweise hinter der Schulbank und lernt die Sprache seiner Kindheit zu schreiben und zu lesen. Das Interesse  der Menschen ist da, aber oft fehlt es an Zeit am Unterricht teilzunehmen, da die Leute in erster Linie damit beschäftigt sind das tägliche Brot zu verdienen.



Nachhilfe und Erwachsenenbildung 

 

 

Luisa, eine junge Frau aus dem Nachbardorf, ist seit 2 Monaten aktiv und bietet für die Kinder Hausaufgabenhilfe und Nachhife in Französisch an. Darüber hinaus werden die Kinder aber auch mit Malen und Basteln beschäftigt. Täglich ab 11:00 Uhr ist sie im Axxam n Tmusni und steht den Kindern zur Verfügung. Da sich die Grundschule des Dorfes gegenüber des Hauses befindet, ist das für die Kinder die diesen Dienst in Anspruch nehmen wollen sehr praktisch. Auch interessierten Erwachsenen (siehe Foto) gibt sie Lernhilfen und Unterricht.




Rosmarinheckenpflanzung 

 

Leider waren die Witterungsverhältnisse während dieses Aufenthaltes sehr schlecht. Kälte, Regen und Hagel wechselten sich ab, so dass Außenarbeiten nicht durchgeführt werden konnten. Allerdings haben die Kinder die regenreiche Periode genutzt, um eine Rosmarinhecke zur späteren Begrünung zu pflanzen. Wir sind alle schon gespannt auf das Ergebnis. Es ist nicht sehr einfach dem harten steinigen Boden in den Bergen der  Kabylei ein üppiges Wachstum abzuringen.


Ein Frauennachmittag (Kaffeeklatsch) 


Das Haus soll auch Erwachsenen die Gelegenheit geben sich zu treffen.
So wurde für die Frauen des Dorfes ein Frauennachmittag organisiert. Einige Frauen hatten Kuchen gebacken andere den Kaffee spendiert. So saßen sie in entspannter Runde zusammen haben geredet und sich Kaffee und Kuchen munden lassen. Man muß wissen, dass es in diesem Dorf keinerlei Gelegenheit  gibt, besonders für die Frauen, an einem öffentlichen Ort wie z.B. Cafe oder Restaurant, nett zusammenzukommen.